Gesättigte Märkte, Reizüberflutungen an allen Ecken und Kanten, Job, Privatleben und und und. All das sind unsere täglichen Begleiter. Dies alles unter einen Hut zu bekommen wird nicht gerade leichter. Haben wir uns so unser Leben vorgestellt?

Ich behaupte, dass nahezu jeder diese Frage mit „NEIN“ beantworten würde.

Warum lassen wir uns so treiben, oder treiben wir uns selbst?
Es brodelt bei immer mehr Menschen. Sie spüren, dass etwas aus dem Ruder läuft. Egal ob sie angestellt oder selbstständig sind, das Gefühl bleibt das Gleiche.
Was können wir tun?
Die Vogel – Strauß Taktik hat sich nicht bewährt, da keiner bisher einen so langen Atem hatte. Aussagen wie: „Früher war alles Besser“, oder „Was soll ich schon tun?“, bringen auch nicht wirklich was.
Der ein oder andere Politiker hat aus wahltaktischen Gründen Parolen herausgeblasen, wie „Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen!“, oder „Wir schaffen das!“, doch die gewünschten Effekte blieben aus. Dies wird vermutlich in der Zukunft auch so sein, da sie nicht authentisch, geschweige denn wirklich gewollt sind. Stellt euch eine Volkswirtschaft vor, in der Menschen ihren Verstand gebrauchen und klare Ziele definieren können, wo eine auf Menschlichkeit beruhende Wirtschaftsordnung herrscht, wo es eine Steuergesetzgebung gibt, die so einfach ist, dass jeder seine Steuererklärung selber erstellen könnte.
Im Mittelalter wurde den Bauern der 10te Teil ihres Lohnes genommen. Im heutigen Geschichtsunterricht lehrt man uns, dass das Wucher war und unmenschlich. Ich bin gerne bereit einen 10ten zu zahlen, dann hätte ich deutlich weniger Steuerlast als heute. Würde dieser 10te auch noch sinnvoll eingesetzt werden, würde die Freude kein Ende finden.
Jammern bringt uns nur nicht weiter.
Handeln ist das Wort der Stunde.
Jeder für sich und alle zusammen.
Eine Spezialisierung als Unternehmer ist daher der erste Schritt in die richtige Richtung. Wichtig ist nur auch hier darauf zu achten es in einem gesunden Rahmen zu lassen.
Eine klare Position ist für jeden Unternehmer ein muss, da er nur so wahrgenommen werden kann. Im Einheitsbrei zu schwimmen geht, doch es kostet viel mehr Kraft. Kraft die sinnvoller genutzt werden kann.
Im Hinblick auf die neuen Medien und die Vielzahl an Möglichkeiten sind gelebte Partnerschaften hilfreich. Denn auch hier gilt: „Schuster bleib bei deinen Leisten.“
Beziehungsgeflechte schaffen, im privaten, als auch im beruflichen Bereich, Freiräume. Ballungsgebiete stehen eher für anonyme Strukturen und sie wachsen immer noch stark an.
In urbanen Gegenden herrscht eine konträre Struktur. Hier haben Beziehungsgeflechte noch Gewicht und Bedeutung. Handwerksbetriebe unterstützen sich gewerkübergreifend.
In zahlreichen Gesprächen mit Menschen aus den unterschiedlichen Gebieten und Strukturen verfestigt sich der Eindruck, dass Menschen und Unternehmen in den urbanen Gegenden „entspannter“ Wirken. Der Einklang mit Beruf, Familie etc. scheint leichter zu gelingen.
In die Tiefe gefragt lässt sich noch etwas herausstellen: Betriebe die sich ein Profil gegeben haben, sprich auf einige Kernbereiche spezialisiert sind, haben mehr Freude, Ertrag und Zeit.
Ein Zustand den ich für lohnenswert erachte.

Der Weg dorthin ist einfacher, als gedacht.
Wie seht ihr das? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Wir freuen uns auf einen Dialog, um gemeinsam wachsen zu können.